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Über einen für die Traurigkeit bestimmten Minneritter: Gâwân aus der Sicht von Wolfram von Eschenbach und Chrétien de Troyes

de Georgievska, Tatjana
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Georgievska, Tatjana Über einen für die Traurigkeit bestimmten Minneritter: Gâwân aus der Sicht von Wolfram von Eschenbach und Chrétien de Troyes
Georgievska, Tatjana - Über einen für die Traurigkeit bestimmten Minneritter: Gâwân aus der Sicht von Wolfram von Eschenbach und Chrétien de Troyes

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La description


Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den Themen der ritterlichen Ehre und Minne am Beispiel Gâwâns, Wolfram von Eschenbachs Held im Versroman "Parzivâl". Geschrieben in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, zählt der "Parzivâl" zu den Meisterwerken der deutschen mittelalterlichen Literatur.
Obwohl Gâwân nicht der Hauptheld dieses Werkes ist, handelt es sich bei ihm um eine sehr wichtige Figur: Wolfram malt mit beneidenswerter Meisterschaft die Tendenzen dieses Helden, echte Minne zu verwirklichen, wobei er ihn in unterschiedliche und immer schwierigere Situationen bringt. Auf dem Liebesplan sucht Gâwân ständig nach der idealen Dame. Sein letztendlicher Sieg sowohl auf dem ritterlichen als auch auf dem Liebesplan wird durch Kampf und Überwindung von Hindernissen verwirklicht. Motive der Minne und des Rittertums verflechten sich miteinander; so lässt sich in der Beschreibung einiger Aventiuren auch die Anwesenheit erotischer Elemente bemerken.
Wolfram verkörpert in Gâwân die Figur eines idealen Ritters, der vorbildich in jeder Hinsicht ist. Im Rahmen der Analyse der Charakterisierung Gâwâns zieht die Autorin dieser Studie auch Wolframs Quelle für sein Werk in Betracht, den Roman "Le Conte du Graal" von Chrétien de Troyes, in dem unter anderem Gâwâns Figur aufgebaut wird. Durch Vergleiche Wolframs Textes mit seiner Quelle weist diese Arbeit suggestiv auf Wolframs Macht des schöpferischen Anbaus hin, die sich auf dem erzählerischen Plan, aber auch auf dem Plan der Charakterisierung des Helden äußert. Die Studie zeigt, dass Wolframs Figuren viel reliefartiger differenziert werden.

Contributeurs

Écrivain:
Georgievska, Tatjana

Détails du produit

Extrait:
Textprobe:
Kapitel 1.2, Epische Literatur:
Zunächst vor allem für den Adel geschrieben, und zunehmend auch für das breite Publikum, hat die epische Literatur in der späteren Zeit die Bedürfnisse der höheren Schichten der Gesellschaft in der Entwicklung nicht ausreichend zufriedengestellt. Wenn die erste Zeit der Kriegsbegeisterung vorbei war, was für das 11. Jahrhundert charakteristisch war, wendete sich das Interesse des jetzt freieren Adels und Klerus zu anderen Bereichen. Der Durst nach Produkten der dichterischen Phantasie wird unwiderstehlich stärker, neben chansons de geste, die für künstlerische Umsetzung der historischen Ereignissen gehalten wurden, und außerdem interessiert man sich für die Werke, in denen sich die reine Fiktion mit unterschiedlichsten biographischen Daten mischt. Deswegen entwickelt sich im 12. Jahrhundert eine andere, auch erzählende Literatur, die sich nach der Thematik und Form von Heldenepen unterscheidet, vor allem von denen aus der heroischen Periode.
Der Akt des Übergangs vom Edelknaben zum Ritter bekommt einen festlichen Charakter, wobei eine moralische und religiöse Komponente hinzugefügt wird. Die Nachtwache des zukünftigen Ritters, die Fasten, die Predigt über seine Aufgaben, die Umarmung der Senioren und das Umbinden des Schwertes (das gesamte Prozess) sprachen nicht nur über die Geburt eines Kriegers, sondern auch eines tapferen Mannes, eines Trägers der Grundsätzen der Gerechtigkeit und eines Verteidigers der Schwachen. Im 12.Jahrhundert kommt es zu einer allgemeinen Erhöhung der Reputation und des Einflusses der Frauen. In der Abwesenheit des Herrn bekommt die Frau die Rolle der Gönnerin. Sie wird Förderin der Dichter, die sich auf ihrem Hof versammeln, manchmal aber auch selbst die Dichterin. Sie ist Erzieherin der jungen Edelknaben, die für ihre ästhetische und moralische Erziehung ihr zu verdanken haben. Die Frau wird ein wichtiger Empfänger und in diesem Sinne begannen die Schöpfer sich auf sie zu verlassen. Während die heroische Dichtung vor allem für Männer war, reden die Romane des bretonischen Zyklus und die Troubadourlyrik die Frauen an. Neue ritterliche Vorstellung von der Minne ist das Ergebnis des neuen Status der Frauen. Durch Übertragung der Beziehung Herr-Vasall auf die Liebesdomäne, fang der Mann an, seiner Frau zu gehorchen, er bettelt sie um Liebe und erwartet geduldig ihre Zuneigung; mit fast masochistischer Unterwerfung hat er ihre Laune ausgehalten. Es entwickelt sich das Verständnis von Minne als einem großen, fernen, fast unerreichbaren Ideal, einer absoluten Minne, etwas was die Verwirklichung sich selbst als Ziel hat. Die einzige Belohnung für einen verliebten Mann ist oft nur die bloße Möglichkeit, eine Frau zu lieben. Im Sinne einer solchen Anschauung und des Verständnisses über die schematische Übertragung auf den Liebesplan eines untergeordneten Verhältnisses, kann die Toleranz der Minne eines Ritters gegenüber verheirateter Dame seitens ihres Ehemannes, eines mächtigen Feudalherren, verstanden werden. Viele edle Frauen waren die Besitzerinnen von großen Domänen, also sie waren unabhängig.
1.3, Einflüsse der französischen Literatur:
In die französische Literatur der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gehen neue Legenden ein, die die antiken Stoffe zurückdrängen, weil sie dem modernen Leser geographisch näher waren und mit ihren geheimnisvollen Persönlichkeiten und Ereignissen die Neugier noch mehr geweckt haben. Das war der Zyklus der bretonischen Legenden (la matière de Bretagne), der in zwei Gruppen unterteilt wird: die Gedichte der Tafelrunde , d.h. Gedichte in Verbindung mit dem König Artus und seinen Rittern und die Gedichte über die Liebe zwischen Tristan und Isolde.
Über die Entstehung und Weiterleitung des bretonischen Stoffes , und vor allem über den Ursprung der Legende vom König Artus, gibt es zahlreiche und komplizierte Theorien. Sicher ist, dass Artus, der nach der neuesten For
Type de média:
Taschenbuch
Éditeur:
Bachelor + Master Publishing
Biographie:

Tatjana Georgievska wurde 1990 in Belgrad, Serbien, geboren, wo sie ihre schulische Ausbildung absolvierte. Sie studierte Deutsche Philologie an der Universität Wien und schloss 2013 ihren Bachelor ab. Im selben Jahr begann sie ihr Masterstudium der deutschen Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Autorin verfasste außerdem Poesie und wurde dreimal zu einer der zehn besten DichterInnen Serbiens gewählt. Ihre vielfältigen fachlichen Hintergründe liegen in den Gebieten Literaturwissenschaft, Geschichte, Kunst, Sprache, Film und Theater.
Langues:
Deutsch
Nombre de pages:
48

Données de base

Type d'produit:
Paperback book
Date de publication:
12 janvier 2015
Dimensions du colis:
0.216 x 0.154 x 0.004 m; 0.095 kg
GTIN:
09783958201897
DUIN:
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