Modalverben in der Kindersprache - Kognitive und linguistische Voraussetzungen für den Erwerb von epistemischem "können"

de Serge Doitchinov
État : Neuf
86,18 €
TVA incluse - Livraison GRATUITE
Serge Doitchinov Modalverben in der Kindersprache - Kognitive und linguistische Voraussetzungen für den Erwerb von epistemischem "können"
Serge Doitchinov - Modalverben in der Kindersprache - Kognitive und linguistische Voraussetzungen für den Erwerb von epistemischem "können"

Ce produit vous plaît ? N'hésitez pas à le dire !

86,18 € dont de TVA
Plus que 1 exemplaire(s) disponible(s) Plus que 1 exemplaire(s) disponible(s)
Livraison : entre mardi 31 mai 2022 et jeudi 2 juin 2022
Vente et expédition: Dodax

Autres options d'achat

1 offre à 86,27 €

Vendu par Dodax

86,27 € dont de TVA
État : Neuf
Livraison gratuite
Livraison : entre mardi 31 mai 2022 et jeudi 2 juin 2022
Afficher autres options d'achat

La description

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Erwerb der epistemischen Lesart des Modalverbs "können" in der Kindersprache. Seit jeher entzieht sich die Klasse der Modalverben – zu denen "können" zweifellos gehört – einer einfachen Beschreibung. Die deutschen Modalverben weisen eine besondere Flexion auf. Semantisch sind sie durchweg polyfunktional, da sie sowohl eine zirkumstantielle als auch eine epistemische (bzw. evidentielle) Bedeutung haben. Außerdem ist ihre Semantik nur schwer von der ihrer Systemkonkurrenten (Modaladjektive, Modaladverbien) abgrenzbar. Und zu guter Letzt kann das syntaktische Verhältnis zwischen Modalverb und regiertem Infinitiv recht unterschiedlich ausfallen. Darüber hinaus stellt der Erwerb epistemischer Lesarten für das Kind eine sehr hohe kognitive Anforderung im Hinblick auf die Bildung einer (subjektiven) Wahrscheinlichkeitstheorie dar. Es ist also wenig erstaunlich, dass die epistemische Lesart von "können" 6- bis 8-jährige Kinder noch vor größere Probleme stellt. Vor diesem Hintergrund unternimmt es der Verfasser in einer Reihe von methodisch wohlüberlegten und präzis durchgeführten Verstehensexperimenten, die linguistischen und die kognitiven Faktoren zu isolieren, welche die Erwerbsabfolge der Lesarten der Modalverben bestimmen, und ihre Erklärungskraft empirisch zu überprüfen.

Contributeurs

Écrivain:
Serge Doitchinov

Détails du produit

Langues:
Allemand
Table des Matières:
1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Vorwort;10
3;1 Einleitung;12
3.1;1.1 Gegenstand der Arbeit;12
3.2;1.2 Aufbau der Arbeit;14
4;2 Theoretische Grundlagen;16
4.1;2.1 Zur MV-Semantik;16
4.2;2.2 Zur MV-Syntax;20
4.3;2.3 MV und skalare Implikaturen;30
4.4;2.4 Zur pr aferierten Lesart einzelner MV-Konstruktionen;32
5;3 Die MV-Ontogenese: Ein Forschungsüberblick;38
5.1;3.1 Langzeitstudien;39
5.2;3.2 Experimentelle Verstehensstudien;56
5.3;3.3 Zusammenfassung;76
6;4 Hypothesen zum MV-Erwerb;78
6.1;4.1 Die Unentscheidbarkeits-Hypothese;78
6.2;4.2 Die Implikatur-Hypothese;97
6.3;4.3 Die Kontrast-Hypothese;104
6.4;4.4 Die Anhebungshypothese;109
6.5;4.5 Zusammenfassung;118
7;5 Methodologische Fragen;120
7.1;5.1 Methodologische Vorüberlegungen;120
7.2;5.2 Experiment 1: Es kann sein, dass der Junge ins Haus gegangen ist. ;127
7.3;5.3 Zusammenfassung;149
8;6 Die Unentscheidbarkeits- und die Implikatur- Hypothese;150
8.1;6.1 Experiment 2: Die Modalausdruck-, die Implikaturund die Unentscheidbarkeits- Aufgabe;151
8.2;6.2 Experiment 3: Die Implikatur-Hypothese - Ein Nachtrag;170
8.3;6.3 Zusammenfassung;179
9;7 Die Kontrast- und die Anhebungshypothese;180
9.1;7.1 Experiment 4: Es kann sein, dass der Junge im Haus ist. ;180
9.2;7.2 Zusammenfassung;194
10;8 Zusammenfassung;196
11;Anhang: Materialien für die Experimente;202
11.1;Experiment 1;203
11.2;Experiment 2;211
11.3;Experiment 4;217
12;Literatur;224
Édition:
1
Extrait:
Kapitel 3 Die MV-Ontogenese: Ein Forschungsüberblick (S. 37-38)
In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der bisherigen Forschung zur MV-Ontogenese vorgestellt.Wie schon Stephany (1995) anmerkt, dient die Beschreibung derMV-Ontogenese zun¨achst der Kl¨arung dreier prim¨arer Fragen: (i) In welcher zeitlichen Abfolge werden die verschiedenenMV-Lesarten erworben? (ii)Welche Funktion(en)übernehmen die jeweiligen MV-Lesarten im Laufe des Erwerbs? (iii) Können dabei feste Erwerbsstadien festgestellt werden?
Da es einerseits schon sehr ausf¨uhrliche Beschreibungen des Erwerbs der verschiedenen zirkumstantiellen Lesarten gibt (s. Stephany 1986, 1993, 1995) und da andererseits die hier vorliegende Arbeit sich haupts¨achlich mit dem Verstehen der epistemischen Bedeutung von k¨onnen besch¨aftigt, richtet dieses Kapitel hinsichtlich der drei oben genannten Gr¨unde sein besonderes Augenmerk auf den Erwerb der epistemischenMV-Lesart. Neben den von Stephany (1995) erw¨ahnten drei prim¨aren Fragen stellt sich im Hinblick auf den MV-Erwerb ein weiteres Problem, das bis jetzt in der Forschung nur wenig Ber¨ucksichtigung gefunden hat, n¨amlich die Rolle der MV-Polyfunktionalit¨at im Spracherwerb selbst.
Wie in Kap. 2 dargestellt wurde, ist die MV-Polyfunktionalit¨at, die vor allem in der Spannung zwischen der zirkumstantiellen und der epistemischen/evidentiellen MV-Lesart zum Ausdruck kommt, eine zentrale MV-Klasseneigenschaft. Es ist nun durchaus m¨oglich, dass sie auch im Spracherwerb eine große Rolle spielt. Daher kann sich die Forschung zum Bedeutungserwerb der MV in der Erstsprache nicht darauf beschr¨anken, die zeitliche Abfolge beim Erwerb der verschiedenen Lesarten oder der verschiedenen Funktionen von MV zu beschreiben. Sie muss vielmehr auch der Frage nachgehen, ob und ggf. inwieweit die Tatsache, dass die MV polyfunktional sind, den Erwerbsverlauf beeinflusst. In diesem Kapitel soll deshalb anhand der Literatur auch das Ph¨anomen der Polyfunktionalit¨at im Zusammenhang mit der epistemischen MV-Bedeutung untersucht und seine m¨ogliche Bedeutung f¨ur den MV-Erwerbsverlauf so pr¨azis wie m¨oglich bestimmt werden.
F¨ur die Bew¨altigung dieser Aufgabenstellung ist es aber unverzichtbar, dass der MVErwerbsverlauf mit demjenigen anderer, nicht polyfunktionaler, epistemischer Ausdr¨ucke verglichen wird. Als potenzielle Vergleichsausdr¨ucke treten dabei in erster Linie - was mentalenVerben (glauben, denken, wissen) auf. Erwerbsdatenüber die Semantik/Pragmatik dieser Ausdr¨ucke werden deshalb in diesem Kapitel mitbehandelt.
3.1 Langzeitstudien
3.1.1 Deutsch
Obwohl die Klasse der MV ein relativ gut erforschtes Feld der germanistischen Linguistik ist, haben sich bis jetzt nur wenige Arbeiten dem Erwerb der MV-Bedeutung gewidmet. Eine Rekonstruktion der Ontogenese der deutschen MV kann demzufolge aufgrund der bisherigen Literatur nur fragmentarisch bleiben.
Neben eher beil¨aufigenBemerkungenin pragmatisch orientierten Arbeiten(Biere 1978, V¨olzing 1982 und Redder&,Martens 1983) haben sich lediglich die Studien von Adamzik (1985), Ramge (1987) und neuerdings Ehrich (2004b, 2005) systematisch mit der Ontogenese der MV-Semantik beschäftigt.
Nombre de pages:
239
Sommaire:
Studia grammatica, Bd. 67
Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Erwerb der epistemischen Lesart des Modalverbs "können" in der Kindersprache. Seit jeher entzieht sich die Klasse der Modalverben ? zu denen "können" zweifellos gehört ? einer einfachen Beschreibung. Die deutschen Modalverben weisen eine besondere Flexion auf. Semantisch sind sie durchweg polyfunktional, da sie sowohl eine zirkumstantielle als auch eine epistemische (bzw. evidentielle) Bedeutung haben. Außerdem ist ihre Semantik nur schwer von der ihrer Systemkonkurrenten (Modaladjektive, Modaladverbien) abgrenzbar. Und zu guter Letzt kann das syntaktische Verhältnis zwischen Modalverb und regiertem Infinitiv recht unterschiedlich ausfallen.
Darüber hinaus stellt der Erwerb epistemischer Lesarten für das Kind eine sehr hohe kognitive Anforderung im Hinblick auf die Bildung einer (subjektiven) Wahrscheinlichkeitstheorie dar. Es ist also wenig erstaunlich, dass die epistemische Lesart von "können" 6- bis 8-jährige Kinder noch vor größere Probleme stellt.
Vor diesem Hintergrund unternimmt es der Verfasser in einer Reihe von methodisch wohlüberlegten und präzis durchgeführten Verstehensexperimenten, die linguistischen und die kognitiven Faktoren zu isolieren, welche die Erwerbsabfolge der Lesarten der Modalverben bestimmen, und ihre Erklärungskraft empirisch zu überprüfen.
Type de média:
Couverture rigide
Éditeur:
De Gruyter

Données de base

Type d'produit:
Livre de poche
Dimensions du colis:
0.242 x 0.166 x 0.016 m; 0.458 kg
GTIN:
09783050044330
DUIN:
JN2ILNMR7PO
86,18 €
Nous avons recours aux cookies sur notre site internet afin de rendre votre visite plus agréable et ergonomique. Nous vous invitons ainsi à cliquer sur "Accepter les cookies" ! De plus amples informations sont disponibles dans notreDéclaration de protection des données.